Projekt am Goga-Lyzeum

Das letzte Projekt ihres sechsmonatigen Aufenthalts in Rumänien, das die deutsche Freiwillige Johanna Frankenberger am Hermannstädter Goga-Lyzeum durchgeführt hat, war zum Thema Mülltrennung mit der 11.-E-Klasse. Die Jugendlichen haben für ein gemeinsames Frühstück sowohl mit viel, als auch mit wenig Verpackung eingekauft. Nachdem geklärt wurde, wie man nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch billiger einkaufen kann, wurden Käse, Joghurt und Co. im Nu verputzt.

Das Projekt der Schüler ist auch Teil des „Erasmus+”-Projektes „Sustainable Consumption and Production”, das im Octavian-Goga-Lyzeum durchgeführt wird: „Ich habe in der Hermannstädter Zeitung gelesen, dass hier die Mülltrennung beginnt und habe auch mitbekommen, dass viele Schüler gar nicht wissen, wie man Müll trennt”, erklärte Johanna Frankenberger, die dieses Projekt in den Deutschstunden durchgeführt hat und somit auch die Schüler zum Deutschsprechen angeregt hat. „Erst haben wird uns mit dem Artikel auseinandergesetzt, wir haben uns überlegt, was für Müll es überhaupt gibt, warum man trennt, einen Film geschaut, ein Plakat  zusammen verfasst und auch dieses gemeinsame Frühstück organisiert. Die Schüler waren zum Teil überrascht und mussten sich in das Thema einfinden, waren dann interessiert und haben auch verstanden, welcher Müll wohin kommt.”

Nich nur das Thema fanden die Schüler interessant, sondern auch die Arbeit mit der jungen Freiwilligen. Andrei Mariş war genauso begeistert wie seine Kollegen: „Dieses Projekt war sehr lehrreich, wir haben viel über die Mülltrennung gelernt. Johanna war auch sehr nett und hat uns auch Vieles beigebracht, es hat mir sehr gut gefallen. Wir werden sebstverständlich das Gelernte auch anwenden, ich werde auch meinen Eltern und meinen Freunden von diesem Projekt erzählen – vielleicht werden sie das auch tun.”

Nicht nur den Schülern hat die Arbeit mit Johanna Frankenberger Spaß gemacht, die Deutschlehrerin Nicoleta Maier fand auch Freude an der Zusammenarbeit, die ihre Unterrichtsstunden sehr gut ergänzt hat: „Ich finde, es ist sehr wichtig, dass Freiwillige da arbeiten. Erstens ist es schön für die Schüler, dass sie einen Freiwilligen haben, mit dem sie Referate besprechen können, mit dem sie auch verschiedene andere Tätigkeiten durchführen können und ihnen macht es natürlich sehr großen Spaß, einen Volontären in der Stunde zu haben. Das ist sehr wichtig, es ist allerdings auch gut  für den Lehrer, weil ein Freiwilliger jedes Mal mitkommen kann, auch Vertretungen leisten kann und auch Abwechslung bringt.” Nicht nur in der Schule war die Freiwillige impliziert, zusammen mit Nicoleta Maier organisierten sie auch zum Beispiel eine weihnachtliche Wohltätigkeitsaktion.

Mit einer Tüte Gummiwürmchen verabschiedete sich die Freiwillige von den Schülern, denn am Dienstag war ihr letzter Arbeitstag: „Mir gefällt es sehr gut hier, leider fahre ich morgen schon nach Hause. An der Schule wurde ich sehr gut aufgenommen, ich fühle mich richtig wohl hier und bin traurig, nach Hause zu fahren”, erklärte Frankenberger, die im Sommer wieder auf Besuch kommen will. Dabei war es ein Zufall, dass sie nach Rumänien und Hermannstadt kam: „Ich wollte ins Ausland und habe mich bei einer Organisation beworben, die mir Rumänien vorgeschlagen hat und ich habe begeistert zugesagt.”

Ruxandra STĂNESCU

Johanna Frankenberger (stehend links) und Nicoleta Maier (stehend rechts) präsentieren die Ergebnisse des Projektes.     Foto: die Verfasserin


Articol preluat de pe site-ul Hermannstaedter.ro.

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